Eichenlaub sichert sich Platz zwei

Saltendorf trifft im Bundesliga-Finale zunächst auf Wieckenberg. Bei einem Sieg würde wohl Pfeil Vöhringen warten.
Von Werner Artmann 16. Januar 202012:23 Uhr

Der Saltendorfer Nachwuchsschütze Andreas Preis holte zwei wichtige Punkte für die LG-Bundesligamannschaft. Foto: Werner Artmann

SALTENDORF.Bei den letzten beiden Begegnungen beim Gastgeber Niederlauterbach ließen die Saltendorfer Schützen nichts „anbrennen“ und gingen zweimal als Sieger hervor. Mit einer Punktebilanz von 18:4 erreichte man den Vizemeistertitel in der Bundesliga Süd. Ebenso siegreich war zum Abschluss Spitzenreiter Pfeil Vöhringen, der das einzige ungeschlagene Team der Vorrunde ist.

Der Gastgeber Niederlauterbach machte es im ersten Kampf dem Saltendorfer Team von Betreuer Uwe Wachter nicht einfach, obwohl ihr Nationalkaderschütze Maximilian Dallinger verhindert war. Daniel Brodmeier zeigte sein bestes Ergebnis mit 399 Ringen, und da konnte Alexander Schmirl mit 396 Ringe nicht mithalten. Auch die Österreicherin Olivia Hofmann legte 397 Ringe vor, die Julia Simon aber ausgleichen und dann im vierten Stechschuss den Sieg festmachen konnte. Ganz eng wurde es auf Position fünf, wo Andreas Preis mit 394:393 den Punkt für Saltendorf machte. Weitere Punkte holten noch Helmut Kächele mit 396 und Claudia Brunner mit 393 Ringen. Erst zum Schluss war dann doch noch ein deutlicher Sieg mit 4:1 eingefahren.

Das erwartete hochklassige Match gegen Prittlbach brachte alles an Aufregung, was im Schießsport möglich war. Claudia Brunner und Helmut Kächele starteten mit 390 und 391 Ringen schlecht in ihre Wettkämpfe und gaben ihre Punkte jeweils gegen 396 an Martin Strempfl und Julia Bauer ab. Dagegen punktete Andreas Preis mit 395:393 Ringe für Saltendorf. Verlass war auf Julia Simon, die mit 398:396 gegen Isabella Straub die Oberhand behielt. Alexander Schmirl legte 398 Ringe vor, doch Sebastian Franz zog gleich. Im Stechen spielte der Österreicher Schmirl seine große Erfahrung aus und entschied die Partie gleich beim ersten Stechschuss mit 10:9. Saltendorf gewann 3:2 gegen SV Germania Prittlbach und konnte nicht mehr vom zweiten Platz der Tabelle verdrängt werden.

Jetzt richten sich alle Augen auf das Finale in Rotenburg an der Fulda. Dort entscheidet sich am 1. und 2. Februar, wer sich die Meisterkrone in der Deutschen Bundesliga aufsetzen kann. Favorit ist die SSG Kevelaer. Der Vorjahresmeister hatte in dieser Saison den Bundesligarekord mehrfach verbessert. Dem Südmeister SV Pfeil Vöhringen ist es am ehesten zuzutrauen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Diese beiden Mannschaften können erst im Finale aufeinandertreffen.

Saltendorf bekommt es in der K. o.-Rundein Rotenburg mit dem Norddritten SV Wieckenberg zu tun. Dessen Star ist der Norweger Henrik Larsen (Schnitt 398). Die drei Ruschel-Schwestern sind allesamt Hochkaräter. Die Teamleiter Uwe und Ines Wachter sehen eine Partie auf Augenhöhe und wollen unbedingt ins Halbfinale einziehen. Dort würde Pfeil Vöhringen als möglicher Gegner warten, sollten diese SB Freiheit (Deutscher Meister 1998) im Achtelfinale besiegen.